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Leipziger Buchpreis 2017

Die Schriftstellerin Natascha Wodin gewinnt den Leipziger Buchpreis 2017 in der Kategorie Belletristik

Natascha Wodin gewinnt den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Belletristik. "Sie kam aus Mariupol" ist die literarische Biografie der Mutter der Autorin: Sie kam, 1920 in der Ukraine geboren, als Zwangsarbeiterin nach Deutschland, nahm sich 1956 das Leben. Die Tochter, so Jurorin Jutta Person, recherchiert und gibt dem Verlorenen eine eindrucksvoll poetische Stimme.

Sie hoffe, dass durch den Preis mehr Leserinnen und Lesern das Schicksal der Zwangsarbeiter näher gebracht werde, sagte die 1945 geborene Wodin in ihrer Dankesrede. Ihre Mutter hätte sich nicht träumen lassen, dass ihr Bild ausgerechnet in Leipzig auf der Bühne zu sehen sein würde, wo sie für einen zum Flick-Konzern gehörenden Waffenkonzern arbeiten musste.

In der Kategorie Sachbuch/Essayistik wurde Barbara Stollberg-Rilinger für ihre Biografie "Maria Theresia. Die Kaiserin in ihrer Zeit" ausgezeichnet. Die Historikerin habe über die Habsburger Kaiserin eine postheroische Biografie verfasst, lobte die Jury.

Den Preis für die beste Übersetzung erhielt Eva Lüdi Kong für ihre Übersetzung des Buches "Die Reise in den Westen" aus dem Chinesischen für den Reclam Verlag.

Foto Natascha Wodin: Leipziger Buchmesse
[Natascha Wodin: Sie kam aus Mariupol]
Preisträger 2017 Belletristik:

Natascha Wodin

Sie kam aus Mariupol

"Sie kam aus Mariupol" ist das außergewöhnliche Buch einer Spurensuche. Natascha Wodin geht dem Leben ihrer ukrainischen Mutter nach, die aus der Hafenstadt Mariupol stammte und mit ihrem Mann 1943 als "Ostarbeiterin" nach Deutschland verschleppt wurde. Sie erzählt beklemmend, ja bestürzend intensiv vom Anhängsel des Holocaust, einer Fußnote der Geschichte: der Zwangsarbeit im Dritten Reich. Ihre Mutter, die als junges Mädchen den Untergang ihrer Adelsfamilie im stalinistischen Terror miterlebte, bevor sie mit ungewissem Ziel ein deutsches Schiff bestieg, tritt wie durch ein spätes Wunder aus der Anonymität heraus, bekommt ein Gesicht, das unvergesslich ist.

[Barbara Stollberg-Rilinger: Maria Theresia]
Preisträger 2017 Sachbuch/ Essayistik:

Barbara Stollberg-Rilinger

Maria Theresia

Barbara Stollberg-Rilinger lässt in ihrer meisterhaften Darstellung die Verhältnisse am Habsburger Hof, in der Stadt Wien, im Heiligen Römischen Reich und in den vielen Ländern lebendig werden, aus denen sich die Monarchie zusammensetzte. Ihre Haupt- und Staatsaktionen wie der Erbfolgekrieg (1740 - 1748) oder der Siebenjährige Krieg (1756 - 1763) gegen ihren Erzfeind Friedrich den Großen von Preußen werden ebenso anschaulich beschrieben wie das Verhältnis zu Ehe, Sexualität und Schwangerschaft, die Erziehung ihrer vielen Kinder, die Divertissements bei Hofe, die erbitterten Konflikte mit dem Sohn und Mitregenten Joseph II. und nicht zuletzt die unbarmherzige Religionspolitik der kompromisslos katholischen Kaiserin, die am Ende wie aus der Zeit gefallen schien. Gestützt auf zahllose, mitunter kaum bekannte Quellen, entsteht ein ganz einzigartiges Portrait Maria Theresias.

[Chengen Wu: Die Reise in den Westen]
Preisträger 2017 Übersetzung:

Eva Lüdi Kong für Chengen Wu

Die Reise in den Westen

"Die Reise in den Westen" ist einer der vier klassischen Romane Chinas. Erzählt wird darin von vier Pilgern, die sich auf Geheiß des Kaisers auf den langen und gefahrvollen Weg in den Westen machen, um Buddha zu huldigen und heilige Schriften zu holen: der fromme Priester Tripitaka und seine Begleiter, Affenkönig Sun Wukong, Eber Bajie und der grässlich anzuschauende Sandmönch. Die drei haben einst im Himmel Missfallen erregt und wurden auf die Erde verbannt, um sich dort zu bewähren. Diese Geschichte um die beliebten chinesischen Legenden und Mythen kennt in ihrem Ursprungsland jedes Kind, doch wurde der Roman noch nie vollständig ins Deutsche übersetzt.

Preisträger des Vorjahres

[Guntram Vesper: Frohburg]
Preisträger Belletristik 2016:

Guntram Vesper

Frohburg





[Jürgen Goldstein: Georg Forster]
Preisträger Sachbuch / Essayistik 2016:

Jürgen Goldstein

Georg Forster





[Bora Cosic: Die Tutoren]
Preisträger Übersetzung 2016:

Brigitte Döbert für Bora Cosic

Die Tutoren


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